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Jetzt absagen, um 2021 aus dem Leerlauf hochzuschalten!

Für mich sind die großen Veranstaltungen, und dazu gehört auch die Moerser Kirmes, in diesem Jahr nicht möglich. Statt Energie und Ressourcen in eventuell, vielleicht und wenn-dann Kirmesformate zu verschwenden, sollten wir Zeit und Kraft für eine noch schönere Kirmes, einen schöneren Weihnachtsmarkt, ein Generationenfest im Schlosspark oder ein Altstadt-Weinfest im nächsten Jahr einsetzen!
Die Corona-Ausbrüche in den letzten Tagen in Kirchen, Schlachtbetrieben oder Schulen sollten für die Veranstaltungsplanung Mahnung genug sein. Viele der Lockerungen, die das gesellschaftliche Miteinander ausmachen, sind heute wieder eingeschränkt möglich. Das sollten wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Ein erneuter Lockdown würde unseren Kindern, unserem sozialen Miteinander und unserer Wirtschaft so stark zusetzen, dass eine erneute Hilfe nur schwer umsetzbar wäre.
Aus Gesprächen mit regionalen Schaustellern kenne ich die kritische Situation der Branche, aber die Gefahr für die Gesundheit der Menschen einerseits und das Risiko für die Schaustellerinnen und Schausteller dann auch nächstes Jahr im Leerlauf zu sein andererseits, ist einfach zu groß. Den Schaustellern und der Eventbranche muss unbestritten dringend geholfen werden. Für diese und ihre Familien gehe es oftmals um die Existenz. Ich fordere daher zusätzliche Hilfen: Nachdem die Bundesregierung bereits finanzielle Unterstützung ermöglicht hat, ist auch die NRW-Landesregierung gefragt. Aus dem Rettungsschirm des Landes müssen Hilfen angeboten werden, um die Folgen der Einschränkungen abzufedern. Ebenso muss das Land mit Hilfen für kleinere Selbständige die pandemiebedingte Notlage von Kunsthandwerkern und vergleichbaren Marktstandbetreiber abfangen.